Würsch, Renate (hrgb.): Die orientalischen Handschriften der Burgerbibliothek Bern,
Wiesbaden: Verlag Otto Harrassowitz. 2007. ISBN 978-3-447-05493-5.
Katalog unter Verwendung der Vorarbeiten von Sven Bretfeld, Glen Dudbridge, Andreas Kaplony, Suishû Tomoko Klopfenstein-Arii, Heike Moser, Gudrun Schubert und Veronika Six
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Vorstellung / Présentation:
In diesem Katalog werden die orientalischen Handschriften der Burgerbibliothek Bern
erstmals vollständig beschrieben. Die Sammlung umfasst 84 Handschriften,
ein Handschriftenfragment und einen Blockdruck und wurde durch den Gelehrten und
Diplomaten Jacques Bongars (1554-1612) begründet. Die älteste Handschrift stammt
aus dem Jahr 1413, die jüngste aus dem Jahr 1878; die Handschriften repräsentieren
somit einen Zeitraum von 465 Jahren.
Sprachlich liegt der Schwerpunkt der Sammlung klar auf dem Arabischen, gefolgt von
Äthiopisch, Türkisch und Persisch. In Einzelstücken sind Tschaghataisch,
Japanisch, Chinesisch, Syrisch, Sanskrit, Malayalam und Pali vertreten.
Die Sammlung umfasst ferner orientalistische Arbeiten des Berner Reformators
Wolfgang Musculus (1497-1563) und der Gelehrtenfamilie Kocher.
Die Themen sind breit gestreut. Unter den religiösen Werken finden sich
Koranexemplare, Hymnen, Texte aus dem Alten und Neuen Testament sowie
Gebetbücher. Die Sammlung enthält ferner Abhandlungen zur Jurisprudenz,
Medizin, Grammatik, Geschichte, Mystik, Kosmographie, einen Fürstenspiegel
sowie mehrere Dichterdiwane. Hervorzuheben sind ein teilweise in arabisch
geschriebenem Spanisch (Aljamiado) verfasstes Gebetbuch, eine illustrierte
Handschrift der Kosmographie Qazwinis und eine Abschrift äthiopischer Hymnen
von Johann Michael Wansleben (1635-1679),
einem der Begründer der deutschen Äthiopistik.
XXXVI, 216 Seiten, 25 schwarz-weiß und 7 farbige Abbildungen
Format 24×17 cm Leinen Gebunden. Preis € 64.-
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